Eigentlich
sollte es für Werner Celnik
und mich eine
Beobachtungswoche auf Teneriffa zur Beobachtung des Sonnenkreuzers
C/2026 A1 (MAPS) werden. Aber bereits mit den ersten Bildern des
SOHO-Koronographen war klar, dass dieser Komet viel schwächer als
erwartet
war. Der Komet überlebte
den Vorbeigang hinter der Sonne nicht und der gut zugängliche
Beobachtungsplatz mit perfektem Westhorizont für einen Abendhimmelkometen war hinfällig.
Immerhin hielt die Woche einen Trostpreis in Form von C2025
R3 (PANSTARRS) bereit, der allerdings am Morgenhimmel
stand. Da wir uns eine
Unterkunft in Vilaflor, der hoch an der Südseite des Teide gelegenen
Ortschaft, ausgesucht hatten, mußten wir für einen geeigneten
Osthorizont jedes Mal hoch in und quer über die Caldera bis zum
Observatorium von Izaña je
eine Stundehin- und
wieder zurück fahren.
Das Wetter war auch
nicht kooperativ und am ersten geeigneten Morgen konnten wir bei
gefühlten Temperaturen um 0° C und schneidendem Wind nur mühsam überhaupt die
ungefähre Position des Kometen in Wolken und Dunst über dem Meer
vermuten. Visuell war der
Komet nicht zu erkennen, auch ein 10 x 50 Feldstecher half nicht weiter. Lediglich ein klarer Morgen
kurz vor Rückflug erlaubte dann
eine Reihe von Bildserien mit kurzbrennweitigen Objektiven. Um aus den
überwiegend kurz belichteten Bildern das Optimum heraus zu arbeiten, kombinierte Werner Bilder mit 85 mm (feststehendes Stativ) und 110 mm sowie 135 mm (beide
nachgeführt auf StarAdventurer). Das
resultierende Bild (unten rechts) zeigt erhebliche Dynamik innerhalb
des Schweifs.
Von links: 50 mm (mit auf dem Boden liegender Kamera), die
Dämmerung ist am unteren Bildrand bereits zu erkennen;
(Mitte) mit 135 mm erkennt man einen über 10° langen Gasschweif;
(rechts) Bildausschnitt der vorderen ca. 5° des Summenbilds mit rund 31
Min Belichtungsdauer.